Wie funktioniert ein Wasserspender mit Kohlensäure?

Filter, Kühlung und Karbonator: Der technische Weg vom Leitungswasser zum Sprudelwasser.

Leitungswasser läuft durch einen Filter, wird gekühlt und im Karbonator unter Druck mit CO₂ in Lebensmittelqualität versetzt. Gezapft wird still oder sprudelnd, je nach Gerät auch in mehreren Stufen. Im Büro hängt die Technik am Festwasseranschluss, die CO₂-Flasche steht im Unterschrank. Kein Kistenlager, kein Pfand, kein Nachbestellen. Dafür drei Bauteile, die man verstanden haben sollte, bevor man ein Angebot vergleicht: Filter, Kühlung und Karbonator.

Der Weg des Wassers in fünf Schritten

  1. Anschluss. Das Gerät hängt an der Kaltwasserleitung, meist über einen 3/8-Zoll-Anschluss, und braucht eine normale Steckdose mit 230 V.
  2. Filter. Ein Aktivkohleblock nimmt Chlor, Gerüche, Geschmacksstoffe und Schwebstoffe aus dem Wasser.
  3. Kühlung. Das gefilterte Wasser wird auf Trinktemperatur gebracht. Unsere Geräte arbeiten mit COOL-HYBRID im Bereich von 4 bis 12 °C.
  4. Karbonisierung. Im Karbonator trifft kaltes Wasser unter Druck auf CO₂ und nimmt es auf.
  5. Zapfhahn. Über die Armatur kommt still oder sprudelnd heraus, bei Untertischgeräten aus einer Armatur direkt am Spülbecken.

Der Ablauf erklärt auch, warum die Reihenfolge nicht beliebig ist: Kohlensäure löst sich in kaltem Wasser deutlich besser als in warmem. Deshalb wird erst gekühlt und dann karbonisiert, nie umgekehrt.

Wie die Kohlensäure ins Wasser kommt

Der Karbonator ist ein Druckbehälter. Wasser und CO₂ treffen dort aufeinander, das Gas löst sich unter Druck im Wasser, und beim Zapfen kommt das Ergebnis als Sprudelwasser heraus. Das CO₂ stammt aus einer Druckflasche in Lebensmittelqualität.

Wie stark das Wasser perlt, hängt allein an der Dosierung in Gramm pro Liter:

SprudelstufeCO₂ pro Liter
leichtrund 4 g
mediumrund 6 g
starkrund 8 g

Zur Einordnung: Unser kompaktes Gerät für kleine Teams arbeitet mit etwa 5 bis 7 g pro Liter, die größeren Klassen schaffen bis zu 9 g. Wer im Büro Wasser mit spürbarem Biss will, braucht also ein Gerät, das oben in dieser Spanne dosieren kann.

Wie lange eine CO₂-Flasche reicht

Die Reichweite ergibt sich aus Flaschengewicht geteilt durch Dosierung. Die Rechnung können Sie selbst machen:

Flascheleicht, 4 g/lmedium, 6 g/lstark, 8 g/l
2 kg500 l333 l250 l
6 kg1.500 l1.000 l750 l
10 kg2.500 l1.667 l1.250 l

Ein Beispiel aus dem Büroalltag. 30 Personen trinken bei 1,5 Litern pro Kopf und Arbeitstag rund 945 Liter im Monat. Wenn davon 60 Prozent sprudelnd gezapft werden, sind das 567 Liter.

Bei medium-Dosierung verbraucht das etwa 3,4 kg CO₂. Eine 6-kg-Flasche hält damit knapp zwei Monate. Diese Zahl ist der Grund, warum die Flaschengröße im Angebot steht. Eine 2-kg-Flasche müsste in diesem Büro alle drei Wochen getauscht werden.

Kühlung: zwei Bauarten, zwei Einsatzzwecke

Trockenkühler. Kühlblock aus Aluminium, keine Eisbank, kompakt. Gut für gleichmäßigen Bedarf über den Tag, also für die meisten Büros.

Nasskühler mit Eisbank. Ein Wasserbad mit Eisspeicher liefert hohe Kühlleistung in kurzer Zeit. Sinnvoll dort, wo alle gleichzeitig kommen, etwa in Kantinen.

Er verbraucht mehr Strom als ein Trockenkühler. Die Frage ist also nicht, welche Bauart besser ist, sondern wie sich Ihr Verbrauch über den Tag verteilt. Gleichmäßig oder in Spitzen um zwölf.

Was der Filter leistet und was nicht

Ein Aktivkohleblock bindet Chlor, Gerüche, Geschmacksstoffe und Schwebstoffe. Das Wasser wird klar und neutral im Geschmack. Kalk entfernt er nicht.

Aktivkohle ist kein Enthärter. In Regionen mit hartem Wasser braucht es dafür eine eigene Stufe, sonst setzt sich der Kalk in Kühlung und Karbonator ab. Fragen Sie beim Angebot nach der Wasserhärte an Ihrem Standort und danach, was der Anbieter dagegen vorsieht.

Ein Anbieter, der diese Frage nicht stellt, hat sich Ihren Standort nicht angesehen.

Hygiene: was regelmäßig passieren muss

Tafelwasseranlagen sind Schankanlagen und fallen unter die DIN 6650-6. Die Reinigung ist dokumentationspflichtig. Im laufenden Betrieb heißt das: Filterwechsel nach Herstellerintervall oder Durchflussmenge Sanitisierung der wasserführenden Teile Reinigung der Zapfstelle, weil dort der Kontakt zur Umgebung entsteht Bei Mietmodellen übernimmt der Anbieter diese Arbeiten samt Nachweis. Bei einem gekauften Gerät organisieren Sie das selbst oder beauftragen es.

Das ist einer der Punkte, die den Preisunterschied zwischen Kauf und Miete erklären.

Was Sie im Büro dafür brauchen

Kaltwasseranschluss in der Nähe der Zapfstelle Steckdose 230 V Platz für die CO₂-Flasche, meist im Unterschrank Stellfläche: schlanke Untertischgeräte sind ab etwa 21 cm Breite zu haben Die Installation am Festwasseranschluss dauert in der Regel rund 90 Minuten. Ein Untertischgerät verschwindet komplett im Schrank, sichtbar bleibt nur die Armatur am Becken.

Auftisch oder Untertisch

Die Technik ist identisch. Unterschiedlich ist nur, wo das Gerät steht.

AuftischUntertisch
Standortfrei auf der Arbeitsplatteim Unterschrank, Armatur am Becken
Sichtbarganzes Gerätnur die Armatur
Arbeitsplattebelegtfrei
Zugang für ServicedirektSchranktür öffnen
Typisch fürTeeküche ohne UmbauKüche mit Spüle und Unterschrank

Bei der Untertischvariante kann eine Mehrwege-Armatur still, sprudelnd und normales Leitungswasser aus einem Auslauf geben. Wer die Arbeitsplatte frei braucht, entscheidet sich fast immer dafür.

Wenn das Wasser schwächer perlt als sonst

Drei Ursachen decken die meisten Fälle ab, bevor Sie den Service rufen:

  1. Die CO₂-Flasche geht zur Neige. Der Sprudel wird über Tage schwächer, nicht plötzlich. Ein Blick auf das Manometer klärt es.
  2. Das Wasser ist zu warm. Nach mehreren Karaffen hintereinander kann die Kühlleistung erschöpft sein, und warmes Wasser nimmt weniger CO₂ auf. Wenn das regelmäßig passiert, ist das Gerät für Ihren Verbrauch zu klein dimensioniert.
  3. Der Filter ist am Ende seines Intervalls. Das zeigt sich meist zuerst am Geschmack, nicht an der Perlung.

Punkt zwei ist der teuerste Irrtum bei der Auswahl. Nicht die Tagesmenge entscheidet über die nötige Gerätegröße, sondern die Spitze am Vormittag.

Häufige Fragen

Wie funktioniert ein Wasserspender mit Kohlensäure?

Leitungswasser wird gefiltert, gekühlt und im Karbonator unter Druck mit CO₂ aus einer Lebensmittelflasche versetzt. Über die Armatur kommt still oder sprudelnd heraus.

Warum wird das Wasser vor der Karbonisierung gekühlt?

Weil sich CO₂ in kaltem Wasser besser löst als in warmem. Ohne Kühlung perlt das Ergebnis schwächer und verliert die Kohlensäure schneller.

Wie lange hält eine CO₂-Flasche im Büro?

Bei medium-Dosierung liefert eine 6-kg-Flasche rund 1.000 Liter Sprudelwasser. In einem Büro mit 30 Personen reicht das etwa zwei Monate.

Braucht ein Wasserspender mit Kohlensäure einen Wasseranschluss?

Ja, das Gerät wird an die Kaltwasserleitung angeschlossen und braucht eine Steckdose. Ohne Festwasseranschluss bleibt nur eine Gallonenlösung.

Wie oft muss der Filter gewechselt werden?

Nach Herstellerintervall oder nach Durchflussmenge, je nachdem, was zuerst erreicht wird. Im Mietmodell ist der Wechsel Teil des Vertrags.

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