Ausgelegt wird nicht nach der Tagesmenge, sondern nach dem Moment, in dem ein Kurs endet und zwanzig Leute gleichzeitig ihre Flasche füllen wollen. Das Wasser sollte dabei zwischen 5 und 10 °C haben, denn kalt getrunken wird deutlich mehr als lauwarm. Für ein Studio mit Kursbetrieb heißt das in der Regel die mittlere Leistungsklasse mit 40 bis 60 Litern pro Stunde. Und einen Standort, der auf dem Weg liegt, nicht an der Theke.
Wie viel im Studio wirklich getrunken wird
Beim durchschnittlichen Freizeitsport verliert der Körper laut Techniker Krankenkasse 0,5 bis 1 Liter Wasser pro Stunde durch Schwitzen. Empfohlen wird, zusätzlich zur täglichen Menge einen Liter je Trainingsstunde zu trinken. Für die Planung eines Spenders zählt davon nur der Teil, der im Studio getrunken oder in die Flasche gefüllt wird.
Rechnen Sie mit einem halben bis einem Liter pro Trainingsbesuch. Ein Beispiel: Bei 150 Besuchen am Tag und 0,7 Litern pro Besuch sind das rund 105 Liter täglich. Diese Menge ist für jedes Gerät unproblematisch.
Das Problem entsteht woanders.
Der Kursraum entscheidet über die Gerätegröße
Die 105 Liter verteilen sich nicht gleichmäßig über den Tag. Sie kommen in Wellen, und die höchste steht direkt nach Kursende. Wenn zwanzig Teilnehmer nach dem Kurs jeweils 0,7 Liter nachfüllen, sind das 14 Liter innerhalb von zehn Minuten.
Hochgerechnet entspricht das einem Bedarf von 84 Litern pro Stunde. Genau hier scheitern zu klein gewählte Geräte. Nicht am Tagesvolumen, sondern an den zehn Minuten, in denen eine Schlange entsteht und das Wasser lauwarm nachkommt.
Zwei Gegenmaßnahmen sind üblich: Eine Klasse größer wählen, damit die Kühlleistung die Welle trägt. Zwei Zapfstellen verteilen, eine am Kursraum, eine auf der Trainingsfläche. Welche Variante günstiger ist, hängt an Ihrem Grundriss.
Sie hängt nicht daran, wie viele Mitglieder Sie insgesamt haben.
Warum die Temperatur zählt
Die Techniker Krankenkasse nennt für Getränke beim Sport eine Temperatur zwischen 5 und 10 °C. Zu kalt belastet den Magen. Zu warm wird schlicht weniger getrunken.
Für die Geräteauswahl heißt das: Die Kühlleistung in Litern pro Stunde ist wichtiger als die reine Zapfleistung. Ein Gerät, das 100 Liter zapfen, aber nur 30 kühlen kann, liefert nach der dritten Flasche Wasser, das niemand mehr will. Fragen Sie im Angebot ausdrücklich nach beiden Werten.
Sie werden oft in einem Satz genannt und meinen nicht dasselbe.
Refill statt Flaschenverkauf: die ehrliche Rechnung
Der Einwand, den wir am häufigsten hören: Wer kostenlos nachfüllt, verkauft keine Flaschen mehr an der Theke. Das stimmt, und die Frage ist, was der Verkauf tatsächlich einbringt. In den meisten Studios ist Wasser kein Ertragsbringer, sondern ein Servicethema mit Aufwand: bestellen, kühlen, einräumen, Leergut, Kassiervorgänge an der Theke während der Stoßzeit.
Drei Punkte für die Entscheidung:
- Wie hoch ist der Deckungsbeitrag aus Wasserverkauf im Monat wirklich? Ziehen Sie Einkauf, Kühlung, Personalzeit und Lagerfläche ab, bevor Sie ihn verteidigen.
- Was zahlt Refill auf die Mitgliedschaft ein? „Wasser inklusive” ist ein Argument im Verkaufsgespräch und im Wettbewerbsvergleich, gerade gegen Discountketten.
- Wollen Sie Proteinshakes und Sportgetränke weiter verkaufen? Die bleiben davon unberührt. Es geht um stilles und sprudelndes Wasser, nicht um das ganze Thekensortiment.
Wenn Ihr Wasserverkauf ein echter Ertragsposten ist, behalten Sie ihn. Dann ist der Spender ein Zusatzangebot und keine Ablösung.
Braucht ein Studio überhaupt Sprudelwasser?
Eine Frage, die selten gestellt wird, obwohl sie die Konfiguration verändert. Während des Trainings greifen die meisten zu stillem Wasser. Kohlensäure führt bei Belastung schnell zu einem Völlegefühl, und wer zwischen zwei Sätzen trinkt, will das nicht.
Nach dem Training und im Loungebereich sieht es anders aus. Daraus folgt eine praktische Aufteilung: Auf der Trainingsfläche und am Kursraum reicht still und gekühlt. Das Gerät wird kleiner, die Kühlleistung bleibt der wichtige Wert.
Im Empfangs- oder Loungebereich ist sprudelnd sinnvoll, dort wird sitzend getrunken. Wer das trennt, zahlt an der Stelle mit dem höchsten Durchsatz nicht für eine Funktion, die dort kaum genutzt wird.
Die eigene Flasche statt der verkauften
Wenn der Verkauf von Einwegflaschen zurückgeht, ist der naheliegende Ersatz nicht der Verzicht, sondern eine Mehrwegflasche mit Ihrem Logo. Sie wird einmal verkauft statt jedes Mal, dafür läuft sie monatelang durch das Studio und über den Weg zur Arbeit. Für die meisten Studios ist der Deckungsbeitrag einer verkauften Flasche höher als der einer Einwegflasche aus dem Kühlschrank, und der Werbeeffekt kommt dazu.
Zwei Punkte dazu aus der Praxis: Die Flasche sollte unter den Auslauf passen, also nicht zu hoch sein, und eine weite Öffnung haben, damit sie sich spülen lässt. Beides klärt sich vor der Bestellung, nicht danach.
Hygiene an der Zapfstelle
Im Studio berührt jede Flasche die Zapfstelle. Das ist der Unterschied zum Büro, wo meist Gläser oder Karaffen im Spiel sind. Drei Punkte gehören deshalb in die Auswahl: Berührungslose Bedienung oder ein Auslauf, der breit genug ist, dass Flaschenhälse ihn nicht berühren.
Tägliche Reinigung von Auslauf und Tropfschale, mit fester Zuständigkeit im Schichtplan. Dokumentierte Wartung, damit bei einer Kontrolle nachweisbar ist, was wann gemacht wurde. Die kritischen Stellen an einem Wasserspender sind nach übereinstimmender Einschätzung von Verbraucherbehörden nicht die Technik im Inneren, sondern der frei zugängliche Zapfhahn und die Auffangschale.
Beides liegt in Ihrem Betriebsablauf, nicht beim Hersteller.
Wo der Spender stehen sollte
Der häufigste Planungsfehler ist der Platz an der Theke. Dort steht er im Weg des Empfangs und erzeugt genau in der Stoßzeit einen Stau. Besser sind Standorte auf dem Weg: am Ausgang des Kursraums an der Trainingsfläche zwischen Geräte- und Freihantelbereich auf dem Weg zur Umkleide Faustregel aus der Praxis: Was mehr als einen kurzen Umweg kostet, wird nicht benutzt.
Dann bringen die Mitglieder ihre gekauften Flaschen wieder von zu Hause mit, und der Effekt für Ihr Studio verpufft. Für die Technik ist eine Kaltwasserleitung in Reichweite nötig. Die Installation dauert am vorhandenen Anschluss in der Regel rund 90 Minuten.
Häufige Fragen
Welche Leistung braucht ein Wasserspender im Fitnessstudio?
Für Studios mit Kursbetrieb in der Regel 40 bis 60 Liter pro Stunde. Entscheidend ist die Kühlleistung in der Spitze nach Kursende, nicht die Tagesmenge.
Wie viel Wasser trinkt ein Mitglied pro Training?
Rechnen Sie mit einem halben bis einem Liter pro Besuch. Der Schweißverlust liegt beim Freizeitsport bei 0,5 bis 1 Liter pro Stunde.
Welche Temperatur sollte das Wasser haben?
Zwischen 5 und 10 °C. Zu kaltes Wasser belastet den Magen, zu warmes wird weniger getrunken.
Verliere ich Umsatz, wenn Mitglieder kostenlos nachfüllen?
Beim Wasserverkauf ja, beim Rest des Thekensortiments nicht. Prüfen Sie vorher, wie hoch der Deckungsbeitrag aus Wasser nach Abzug von Kühlung, Personalzeit und Lagerfläche tatsächlich ist.
Wo sollte der Spender stehen?
Auf dem Weg: am Kursraum, an der Trainingsfläche oder Richtung Umkleide. Nicht an der Theke, wo er den Empfang blockiert.
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